Jeden Tag lassen sich in den Medien die absurdesten Nachrichten finden — oft stammen sie aus der Weltpolitik. Man hört von Wahlbetrug, Handels- oder Bürgerkriege, und natürlich die polarisierenden Tweets vom US-Präsidenten Donald Trump sind nicht außer Acht zu lassen. Auf der ganzen Welt regieren die merkwürdigsten Personen — sei es Putin, Trump oder Kim Jong-un. Da lässt sich ab und zu fragen, ob die Welt überhaupt noch Platz für Positives übrig hat. Viele kritisieren an der Presse, dass nur Negatives Schlagzeilen macht. Das ist nichts Besonderes — es war schon immer so. Ebenso hat Positives Platz in den Medien, diese schwinden jedoch relativ schnell.

Am 20. November 1998 wurde die Internationale Raumstation (ISS) erstmals in Betrieb genommen. Dieses 150-Milliarden Euro schwere Projekt ist nicht aus Zufall entstanden — es ist der internationalen Völkerverständigung gewidmet und plädiert zum Weltfrieden. Das sind aber nicht die einzigen Aufgaben der ISS: Sie verhilft außerdem zum Fortschritt in der Astronomie und der Medizin, und das in Form von Forschungen.

Es gibt viele Kritiker, die die ISS aufgrund ihrer hohen Kosten kritisieren. Oft heißt es “Viel Geld, wenig Erkenntnis” wie in diesem Artikel der SZ. Man könne “das Geld besser anlegen”. Diese Kritik ist berechtigt, wenn man bedenkt, dass das Megaprojekt jährlich 3-Milliarden Euro kostet. Das ist unabstreitbar viel Geld, das jährlich in die ISS investiert wird.

Betrachtet man die Beziehungen zwischen Russland und den USA näher, merkt man sehr schnell, dass die Lage nicht allzu gut ist. Und das ist nichts Neues — schon seit dem Beginn des kalten Krieges zwischen der UDSSR und den USA waren die Beziehungen der in verschiedenen Kontinenten gelegenen Länder angespannt. Trotzdem ist es den russischen und US-amerikanischen Astronauten möglich, ohne jegliche Vorteile friedlich zusammenzuarbeiten—und das 400 Kilometer über der Erde.

Die Raumstation sendet eine wichtige Botschaft an die Erde — dass es wichtig ist, trotz politischem Hintergrund zwischen verschiedensten Nationalitäten friedlich zusammenzuarbeiten. Und das funktioniert erstaunlich gut, vielen sehen die ISS als “Botschafter der friedlichen Zusammenarbeit”. Ebenso finde ich, dass die Internationale Raumstation eine wichtige Essenz in der Menschheitsgeschichte ist. Daher ist es wichtig, die Dinge eher symbolisch statt faktisch zu betrachten.

Beteilige dich an der Unterhaltung

  1. Emre Karataş

3 Kommentare

  1. Sicher richtig, aber man könnte einwenden, dass einerseits die Tiefe der wissenschaftlichen Erkenntnis durch die ISS eher begrenzt ist; andererseits viele Länder/Nationen ausgeschlossen sind. Alleine schon wegen der immensen Betriebskosten. Wo ist der türkische Astronaut, wo die somalische Astronautin? So bleibt „Raumfahrt“ – ein hochtrabender Begriff – eine elitäre Veranstaltung, die wenigen nützt. Während es gleichzeitig in so vielen Region der Erde am Nötigsten fehlt.

    1. Ich gebe Ihnen Recht, dass die beteiligten Länder an der ISS viele von wohlhabenden Ländern sind. Sie mögen auch mit der begrenzten Erkenntnis in der Wissenschaft durch die ISS Recht haben, das streite ich nicht ab. Ich muss jedoch einwenden, dass es vielen Ländern — sei es die Türkei oder Somalia — an wirtschaftlichen Resourcen fehlt, um an diesem Projekt teilzuhaben. Daher ist es schwer, andere Staaten zu berücksichtigen. Wären diese Länder in der Lage, einen Astronauten auf die ISS hochzuschicken, dann würden sie keine Sekunde zögern, da bin ich mir sicher. Aber ich denke, dass diese Schwellen- und Entwicklungsländer andere Kosten haben, die sie zu bewerkstelligen haben.

  2. Nun ja, dann müsste man USA, Deutschland et. al. auch ausschließen. Ohne Sojus geht ja nix. Und ich habe meine Zweifel, ob es immer an den wisssenschaftlichen Ressourcen liegen mag. Mir erscheint das ein klassisches Henne-Ei-Problem: Ohne Teilhabe keine Interesse/keine Ressourcen. Und vice versa.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.